Eiserlebnisse & Sibirische Woche

Wir hatten im Februar eine ganze Woche Temperaturen zwischen -8 und -18 °C.

Dick eingepackt nutzten wir die Bedingungen um Dinge zu tun, die man nur bei diesen Temperaturen tun kann:

In unserem sumpfigen Wald waren sämtliche Pfützen und Wasserlöcher zu dicken Eisplatten gefroren. Diese wurden herausgebrochen und ganze Eislandschaften, Türme und Hütten aufgebaut. Wer schafft es die größte Eisplatte herauszuheben, ohne dass diese kaputt geht? Den Kindern wurde warm von der vielen Arbeit.

Wir haben wunderschöne Eisbilder geschaffen. Die Kinder haben Teller, Schüsseln o.ä. mit Wasser gefüllt und mit verschiedenem Naturmaterial verziert. Die gefüllten Schalen wurden dann unter den Bauwagen gelegt und man konnte regelrecht beim gefrieren zuschauen. Am nächsten Tag wurde es nochmal spannend: Kann man das Bild raus lösen, ohne dass es zerbricht? Und wenn doch, wurde es mit Wasser „geklebt“.  Solche Effekte können die Kinder nur bei solch eisigen Temperaturen beobachten. Auch daß nasse Handschuhe steif werden, auch wenn man sie an hat, war für die Kinder eine interessante Beobachtung.

Bei unserem Versuch Seifenblasen gefrieren zu lassen, sind wir gescheitert. Der Wind hat uns ein Schnippchen geschlagen und die Seifenlauge gefror in unseren Rucksäcken, bis wir im Wald waren. Aber wir konnten schon beobachten wie schnell sich Eiskristalle bilden. Wir geben nicht auf, spätestens im nächsten Winter wird das nochmal probiert.

Mit nassen Kleidern und Stöcken wurden Vogelscheuchen gebaut. Auch hier ging der Prozess des gefrieren sehr schnell. Aber am interessantesten war, dass die Kleider am nächsten Tag trocken und wieder weich waren. Fast wie Zauberei…

Den letzten Tag verbrachten wir noch auf dem zugefrorenen „Weiher“ auf unserer Wiese. Die Eisfläche war so spiegelglatt, dass wir tatsächlich wunderbar drauf gleiten konnten. Der Ehrgeiz packte die Kinder und es wurde versucht, so weit wie möglich zu gleiten oder sich so spektakulär wie´s geht auf das Eis fallen zu lassen um dann auf den Knien noch weiter zu rutschen. Die Erzieherinnen waren deutlich weniger mutig! Aber großen Spaß hatten alle.

Wir waren direkt enttäuscht, als die Temperaturen wieder moderater wurden, unsere Eisbilder schmolzen und die ersten Pfützen auftauten. Aber schon am nächsten Tag freuten sich die Kinder am Schlamm, der jetzt wieder zum Vorschein kam.